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FAQ / Antworten auf häufig gestellte Fragen / frequently asked questions

Kinderzahnmedizin und Praxisorganisation

Antworten auf häufige Fragen von Eltern

Hier finden Sie verständliche Antworten zu Terminen, Praxisabläufen, dem ersten Zahnarztbesuch, Vorsorge, auffälligen Zahnfarben, Lachgas, Vollnarkose, Kreidezähnen und typischen Situationen im Zahnwechsel. Die Antworten erläutern unseren Praxisalltag und ersetzen keine persönliche Untersuchung Ihres Kindes.

Fehlt eine Frage, erreichen Sie uns am zuverlässigsten über unsere Online-Rezeption.

Praxisorganisation

Vor dem Termin und während des Praxisbesuchs

Öffnen Sie die Frage, die zu Ihrer Situation passt. Jede Antwort lässt sich einzeln auf- und wieder zuklappen.

Erstberatung geplant? Ablauf, Unterlagen, Fristen und Checkliste finden Sie auf unserer Seite zur Erstberatung und Terminvorbereitung.

Warum sollen wir vor dem Erstberatungstermin 30 Minuten und vor anderen Terminen 15 Minuten vorher in der Praxis sein?

Es liegt uns sehr am Herzen, dass Ihr Kind und Sie entspannt bei uns ankommen können. Deshalb bitten wir Sie, vor dem Erstberatungstermin 30 Minuten früher da zu sein.

In dieser Zeit können alle notwendigen Anmeldeformalitäten in Ruhe erledigt werden. Gleichzeitig erhält Ihr Kind die Möglichkeit, sich mit der Praxis vertraut zu machen und zunächst ohne Zeitdruck anzukommen.

Für Folgetermine genügen in der Regel 15 Minuten Vorlaufzeit. So bleibt Zeit für das Ankommen, organisatorische Fragen und einen möglichst ruhigen Übergang in den Termin.

Warum wird ein anderes Kind aus dem Spielzimmer vor uns abgeholt – obwohl wir früher da waren?

Es kann vorkommen, dass ein anderes Kind vor Ihrem Kind aufgerufen wird, obwohl Sie früher eingetroffen sind.

Wir sind eine reine Bestellpraxis. Die Reihenfolge richtet sich deshalb nicht nach dem Zeitpunkt des Eintreffens, sondern nach dem vereinbarten Termin, dem jeweiligen Behandler und der Art des Termins. Neben zahnärztlichen Terminen finden beispielsweise auch Mundhygiene-Termine bei unterschiedlichen Behandlern statt.

Muss ich vor dem Termin Unterlagen übermitteln oder etwas mitbringen?

Damit wir uns bestmöglich auf Ihr Kind vorbereiten können, übermitteln Sie die erforderlichen Unterlagen bitte so früh wie möglich über unsere Online-Rezeption.

  1. Überweisungen und Röntgenbilder: Bitte übermitteln Sie vorhandene Unterlagen. Röntgenbilder benötigen wir bevorzugt als DICOM-Datensatz, hilfsweise als TIFF-Datei in Originalauflösung. Das Aufnahmedatum muss erkennbar sein. Stark verkleinerte JPEG-Dateien sind für die Befundung ungeeignet. Gesetzlich Versicherte achten bitte darauf, dass uns die neunstellige Zahnarztnummer der überweisenden Praxis mitgeteilt wird; sie endet bei Zahnärzten auf „91“.
  2. Frühere Befunde: Senden Sie zahnärztliche oder medizinische Unterlagen, die für die Behandlung Ihres Kindes wichtig sein können.
  3. Anmeldeformular: Bitte vollständig ausgefüllt und unterschrieben übermitteln.
  4. Anamnesebögen: Bitte ebenfalls ausgefüllt und unterschrieben übermitteln.

Röntgenbilder sollten uns so früh wie möglich, idealerweise mehrere Werktage vor dem Termin, vorliegen. So bleibt bei einem fehlenden Aufnahmedatum, einem ungeeigneten Dateiformat oder unvollständigen Aufnahmen noch Zeit für Rückfragen. Liegen die Bilder ausschließlich in der überweisenden Praxis vor, bitten Sie diese, die wichtigen Diagnostikunterlagen bevorzugt über KIM zu übermitteln.

Zum Termin mitbringen: Bei gesetzlicher Krankenversicherung die elektronische Gesundheitskarte Ihres Kindes. Sie muss einmal pro Quartal eingelesen werden.

Wie lange dauert ein Termin?

Die Dauer richtet sich nach der Art des Termins:

  • Erstberatung: ungefähr 30 Minuten im Behandlungszimmer einschließlich Untersuchung, Diagnose und Beratung.
  • Kontrolluntersuchung: ungefähr 15 Minuten.
  • Mundhygiene-Sitzung: etwa 30 bis 45 Minuten, häufig ergänzt durch eine zahnärztliche Kontrolle.
  • Behandlung: in der Regel 30 bis 45 Minuten.

Die tatsächliche Dauer kann abhängig von den individuellen Bedürfnissen Ihres Kindes abweichen. Bitte berücksichtigen Sie das bei Ihrer weiteren Zeitplanung und beim Parkschein. Plötzlicher Zeitdruck überträgt sich häufig unbewusst auf Kinder.

Warum müssen wir so viele Termine wahrnehmen?

In jungen Jahren wird die Einstellung zum Zahnarztbesuch für das ganze Leben geprägt. Deshalb führen wir Kinder behutsam und in überschaubaren Schritten an Untersuchungen und Behandlungen heran.

Vor einer Behandlung ist häufig eine Vorbereitungsphase sinnvoll. Kinder können sich nur begrenzte Zeit konzentrieren; deshalb bearbeiten wir einzelne Aufgaben und Kieferabschnitte schrittweise und beginnen möglichst mit leichteren Maßnahmen.

Eine zu schnelle oder zu umfangreiche Behandlung kann die Mitarbeit für spätere Termine gefährden. Auch bei längerer Anfahrt reduzieren wir Termine deshalb nicht, wenn dadurch Vertrauen, Behandlungsfähigkeit oder Behandlungsqualität beeinträchtigt würden.

Wie können wir als Eltern den Termin möglichst angenehm gestalten?
  1. Den richtigen Zeitpunkt wählen: Besonders jüngere Kinder sind am Vormittag meist ausgeruhter und aufnahmefähiger.
  2. Das behandelte Kind in den Mittelpunkt stellen: Bringen Sie möglichst keine Geschwister oder Freunde mit und begrenzen Sie die Zahl erwachsener Begleitpersonen.
  3. Positive Sprache verwenden: Vermeiden Sie Aussagen wie „Es wird nicht schlimm“ oder „Es tut nicht weh“. Kinder nehmen häufig besonders die beunruhigenden Begriffe wahr.
  4. Ein vertrautes Kuscheltier mitbringen: Es kann Sicherheit geben und den Kontakt zum Team erleichtern.
  5. Eigene Behandlungen nicht als Vorbereitung nutzen: Anspannung, Geräusche und die ungewohnte Situation können sich auf das Kind übertragen.
  6. Dem Praxisteam die Führung überlassen: So kann eine direkte Verbindung zum Kind entstehen.
  7. Bei notwendigen Untersuchungen unterstützen: Falls eine kurze gründliche Befundung trotz begrenzter Mitarbeit erforderlich ist, leitet unser Team Sie genau an.
Nach welchen Überlegungen werden Termine vergeben?

Wir berücksichtigen Ihre Arbeitszeiten und die individuellen Verpflichtungen Ihres Kindes. Vormittagstermine sind jedoch vorrangig für Kleinkinder und Kindergartenkinder reserviert. Schulpflichtige Kinder werden bevorzugt am Nachmittag einbestellt.

Welche Tageszeit ist für eine Behandlung besonders geeignet?

Planen Sie eine Behandlung nach Möglichkeit am Vormittag. Kinder sind dann häufig ausgeruhter, können sich besser konzentrieren und länger mitarbeiten.

Besonders bei jüngeren Kindern sollte der Termin so liegen, dass der gewohnte Tagesablauf möglichst wenig gestört wird. Planen Sie an diesem Tag möglichst keine weiteren belastenden Aktivitäten.

Behandlung und Ablauf

Vom ersten Besuch bis zu besonderen Behandlungsformen

Diese Antworten erklären unser Vorgehen und verlinken bei umfangreichen Themen auf die jeweiligen ausführlichen Fachseiten.

Wie läuft der erste Zahnarztbesuch ab?

Beim ersten Besuch geht es zunächst darum, dass Ihr Kind die Praxis und unser Team in einer entspannten Atmosphäre kennenlernen kann. Wir nehmen uns Zeit, auf Ihr Kind einzugehen und Instrumente kindgerecht zu erklären.

Der Termin beginnt mit einer ausführlichen Kind- und Familienanamnese. Danach untersuchen wir Mundhöhle, Zähne und Bisssituation, beurteilen mögliche Ursachen und Risiken und besprechen anschließend die Befunde und die weiteren Schritte.

In den meisten Fällen wird beim ersten Termin noch nicht behandelt. Eine Ausnahme kann ein akuter medizinischer Behandlungsbedarf sein.

Welche Frisur ist für den Zahnarztbesuch geeignet?

Damit Ihr Kind bequem und ohne Druckstellen auf unserer Kinderliege liegen und dem Film folgen kann, vermeiden Sie bitte Knoten, große Haarspangen oder hochgesteckte Zöpfe am Hinterkopf.

Ein einzelner Druck- oder Kippelpunkt kann körperliche Unruhe verursachen und Untersuchung oder Behandlung erschweren.

Geeignete und ungeeignete Frisuren für einen entspannten Zahnarztbesuch bei Kindern
Warum wird beim ersten Termin meistens noch nicht behandelt?

Der erste Termin dient vor allem dem Vertrauensaufbau, der Untersuchung und der Diagnostik. Eine unmittelbare Behandlung kann ein Kind überfordern und die Mitarbeit bei späteren Terminen erschweren.

Außerdem benötigen die Beurteilung der Zähne, des individuellen Kariesrisikos und der Behandlungsfähigkeit sowie die Aufklärung der Eltern ausreichend Zeit. Wie in unserem Praxisleitbild beschrieben, verstehen wir uns nicht als reine Reparaturwerkstatt.

Was kann ich mir unter einer Lachgasbehandlung vorstellen?

Lachgas kann geeigneten Kindern leichte Angst und Anspannung nehmen. Das Zeitgefühl lässt nach, und Kinder können sich häufig besser auf den Film und unsere Ablenkung einlassen.

Die Wirkung setzt schnell ein und lässt nach der Behandlung ebenfalls rasch nach. Das Kind bleibt während der gesamten Behandlung wach und ansprechbar und erhält mindestens 50 Prozent Sauerstoff.

Weitere Informationen zur Lachgasbehandlung →
Was ist eine Lachgasbehandlung nicht?

Eine Inhalationssedierung ersetzt keine Vollnarkose und macht ein behandlungsunwilliges oder sehr ängstliches Kind nicht automatisch behandlungsfähig.

Stellen Sie sich vor, Sie liegen bei herrlichem Sonnenschein auf einer schönen grünen Wiese, fühlen sich wohl und können entspannen.

Würde direkt neben Ihnen plötzlich etwas sehr Störendes passieren, wäre diese Entspannung schnell beendet. Genauso kann die Wirkung der Inhalationssedierung verloren gehen, wenn das Kind weint, die Nasenmaske nicht akzeptiert oder sich deutlich gegen die Behandlung wehrt.

Das Kind muss alt genug, sprachlich gut führbar, durch die Nase atmungsfähig und grundsätzlich bereit sein, die zahnärztlichen Maßnahmen zu akzeptieren. Lachgas ersetzt außerdem keine örtliche Betäubung.

Wann kann eine Vollnarkose bei einem Kind medizinisch erforderlich sein?

Eine Vollnarkose kommt nur infrage, wenn eine notwendige Zahnbehandlung im Wachzustand – auch mit örtlicher Betäubung und unterstützenden Maßnahmen – nicht zuverlässig und sicher durchgeführt werden kann.

Ob das bei Ihrem Kind zutrifft, entscheiden wir nicht vorschnell. Zunächst untersuchen wir Ihr Kind, besprechen den Befund und prüfen, welche Behandlungsmöglichkeit medizinisch sinnvoll ist.

Auf unserer ausführlichen Informationsseite erklären wir Vorbereitung, Behandlung, Aufwachphase, Sicherheit, Kosten und langfristige Weiterbetreuung.

Vollnarkose beim Kinderzahnarzt in Krefeld →
Was ist bei Kreidezähnen beziehungsweise MIH wichtig?

Kreidezähne, fachlich MIH (Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation), sollten möglichst früh untersucht werden. Betroffene Zähne können besonders empfindlich und weniger belastbar sein und benötigen häufig intensiven Schutz und eine langfristige Planung.

Eine Überweisung ist nicht erforderlich. Je früher wir ein Kind sehen, desto besser können wir Diagnostik, Schutz, Mitarbeit und mögliche spätere Behandlungen aufeinander abstimmen.

Ausführliche Informationen zu MIH und Kreidezähnen →
Was tun, wenn der bleibende Zahn hinter dem Milchzahn wächst?

Wenn ein bleibender Zahn hinter dem noch vorhandenen Milchzahn durchbricht, wird dies umgangssprachlich häufig als „Haifischzahn“ bezeichnet.

Das sieht zunächst ungewöhnlich aus, ist im Zahnwechsel aber keine Seltenheit. Häufig lockert sich der Milchzahn noch und fällt von selbst aus. Danach kann sich der bleibende Zahn durch Zungen- und Lippendruck weiter in Richtung Zahnreihe bewegen.

Ob abgewartet werden kann oder eine Kontrolle sinnvoll ist, hängt vom individuellen Befund ab.

Haifischzähne: typische Verläufe und echte Verlaufsfotos →
Vertiefende Elterninformationen

Vorsorge und auffällige Zahnfarben

Diese beiden Themen sind häufig Teil der täglichen Fragen von Eltern. Die ausführlichen Informationsseiten erklären den jeweiligen Zusammenhang weiter.

Kinderprophylaxe

Wie bleibt das Gebiss meines Kindes dauerhaft gesund?

Wirksame Vorsorge folgt keinem starren Schema. Zahndurchbruch, Putzbarkeit, Kariesrisiko, Ernährung, Fluoridanwendung und der Alltag des Kindes bestimmen, welche Maßnahmen sinnvoll sind und wie Eltern sie zuverlässig umsetzen können.

Zahnverfärbungen

Warum hat mein Kind verfärbte Zähne?

Weiße, gelbe, braune, graue oder schwarze Veränderungen können sehr unterschiedliche Ursachen haben. Belag, Karies, Unfallfolgen, MIH, Fluorose und andere Schmelzveränderungen sehen nicht gleich aus und sollten passend eingeordnet werden.

Ihre Frage ist noch nicht beantwortet?

Für organisatorische Fragen, Terminänderungen und die Übermittlung von Unterlagen nutzen Sie bitte unsere Online-Rezeption. Eine medizinische Beurteilung ist nur nach persönlicher Untersuchung möglich.

Fachliche Verantwortung

Ralf Gudden – zertifizierter Spezialist für Kinder- und Jugendzahnheilkunde

Die Antworten auf dieser Seite werden von Ralf Gudden fachlich geprüft und verantwortet. Seit seinem Examen im Jahr 2001 behandelt er auch Kinder. Seit 2004 ist er ausschließlich in der Kinderzahnheilkunde tätig und führt seit Januar 2006 die ausschließlich auf Kinder und Jugendliche ausgerichtete Zahnarztpraxis für Kinder Ralf Gudden in Krefeld.

Die FAQ verbindet langjährige Erfahrung aus der täglichen spezialisierten Kinderzahnheilkunde mit den organisatorischen Abläufen und dem langfristigen Betreuungskonzept der Praxis.

Mehr über Qualifikation und Erfahrung von Ralf Gudden

Fachlich verantwortlich: Ralf Gudden
Inhalt zuletzt geprüft: 16. August 2026

Ralf Gudden, Zahnarzt und zertifizierter Spezialist für Kinder- und Jugendzahnheilkunde
Ralf Gudden, Zahnarzt und zertifizierter Spezialist für Kinder- und Jugendzahnheilkunde